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Wenn Angst dich überrollt

Mein persönlicher Umgang mit der Sorge um mein Kind

Eltern zu sein bedeutet auch, sich Sorgen zu machen. Besonders dann, wenn das eigene Kind krank ist oder sich plötzlich etwas verändert. In solchen Momenten fühlt es sich manchmal an, als würde die Angst einen regelrecht überrollen. In diesem Beitrag möchte ich dich mitnehmen in einen sehr persönlichen Moment – und dir zeigen, wie ich selbst versuche, mit der Angst umzugehen, wenn sie besonders stark wird.

Wenn das Gedankenkarussell nicht mehr stoppt

Auch Ich kenne das: Die Gedanken drehen sich im Kreis. Was ist, wenn es etwas Ernstes ist? Was, wenn nichts mehr wird wie vorher? Wenn die Sorgen um das eigene Kind auftauchen, spüre ich das sofort im ganzen Körper: Der Puls geht schneller, der Atem wird flacher, der Magen verkrampft sich.
In solchen Momenten scheint es fast unmöglich, einen klaren Gedanken zu fassen. Und doch weiß ich: Genau dann lohnt es sich, einen kleinen Schritt zurückzutreten.

Gedanken prüfen – stimmt das wirklich, was ich da denke?

Ich stelle mir Fragen, die ich auch in meiner Praxis häufig weitergebe:
„Ist das wirklich wahr, was ich da gerade denke?“
„Kann ich mir ganz sicher sein?“


Wenn ich ehrlich bin, gerate ich schon mal in gleiche Muster: Ich spiele Katastrophenszenarien durch, obwohl ich gar nicht weiß, ob sie eintreten. Manchmal frage ich mich: Warum warte ich nicht mit dem Sorgenmachen, bis ich überhaupt weiß, ob es nötig ist?
Ich erinnere mich daran, mal gelesen zu haben, dass ein Großteil unserer Sorgen nie eintrifft. Das allein kann schon ein bisschen Abstand schaffen.
Ich merke: Jetzt wäre es gut, innezuhalten und mich zu beruhigen.
Aber wie ging das noch mal ?
Wie kann es sein, dass ich, obwohl ich mich so viel mit Gefühlen und Angst beschäftige, in diesem Moment so festhänge?

Zurück ins Hier und Jetzt

Stimmt, Atmen.
In solchen Momenten hilft mir das Atmen enorm. Ich atme tief ein und lange wieder aus. Ruhig, bewusst, langsam. Ich lenke meine Aufmerksamkeit ganz konkret ins Außen: Was sehe ich gerade? Was höre ich? Was spüre ich unter meinen Füßen?
Immer wieder unterbrechen Gedanken diesen Prozess, und das ist okay.

Wenn mich die Gedanken wieder einholen, stelle ich mir erneut die Fragen:
Ist das wirklich wahr, was ich da gerade denke?“
„Kann ich mir ganz sicher sein?“

Und komme immer wieder zurück auf den Atem. Stück für Stück merke ich, wie mein Nervensystem sich beruhigt. Ich kann wieder klarer denken.
Auch in der Praxis beobachte ich oft: Wenn es gelingt, die Aufmerksamkeit wieder auf den Atem oder die Umgebung zu richten, entsteht oft etwas mehr Klarheit. Es geht nicht darum, die Angst sofort loszuwerden – sondern ihr in solchen Momenten nicht alles zu glauben, was sie sagt.

Schlussgedanken

Vielleicht kennst du solche Gedankenkreise selbst. Vielleicht hast du auch schon erlebt, wie schnell dein Körper auf Angst reagiert.
Was ich hier beschrieben habe, ist ein Beispiel für Selbstregulation. Mehr dazu findest du auch in meinem Artikel „Reiß dich mal zusammen! – oder wie Selbstregulation wirklich funktioniert“.

In meiner Praxis erlebe ich häufig, wie hilfreich es sein kann, kleine Schritte der Selbstbeobachtung und Achtsamkeit im Alltag zu üben. Es geht dabei nicht darum, Ängste einfach „wegzumachen“, sondern darum, einen freundlicheren und bewussteren Umgang mit ihnen zu entwickeln.

Wenn du merkst, dass dich solche Gedanken oder Ängste häufiger beschäftigen und du dir Unterstützung wünschst, kannst du dich gerne hier bei mir melden.


Kostenfreies telefonisches Erstgespräch (15 Minuten):


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