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Ressourcen stärken im Alltag:

3 praktische Tipps für innere und äußere Kraftquellen

Im letzten Artikel ( Was sind eigentlich Ressourcen? ) habe ich dir erklärt, was Ressourcen sind und warum sie eine wichtige Rolle im Umgang mit Herausforderungen, Stress und Selbstwirksamkeit spielen können.
In diesem Beitrag möchte ich dir nun meine Sicht darauf zeigen, wie du deine Ressourcen bewusster wahrnehmen, stärken oder neu entdecken kannst.
Dabei geht es nicht darum, dich zu verändern oder „besser zu machen“, sondern darum, das sichtbar zu machen und zu nutzen, was bereits da ist.

Die folgenden Impulse sind als Einladung gedacht: Du kannst sie ausprobieren und schauen, was für dich passt.
Wie im letzten Artikel beschrieben können Ressourcen alles sein, was dich stärkt oder dir hilft, mit Herausforderungen umzugehen.
Man unterscheidet häufig zwischen inneren Ressourcen (zum Beispiel Fähigkeiten, Eigenschaften oder Erfahrungen) und äußeren Ressourcen (wie Menschen, Orte oder unterstützende Rahmenbedingungen).

Dein persönliches Ressourcen-Inventar: Mache dir bewusst, was bereits da ist

Das kann meiner Erfahrung nach gut funktionieren, indem du dir einige Fragen schriftlich beantwortest.

Was kann ich gut?

Ich erlebe häufig, dass diese Frage vielen Menschen nicht leichtfällt. Falls es dir genauso geht, kannst du sie etwas abwandeln. Zum Beispiel:
Was habe ich schon immer gerne gemacht?
Was fällt mir leichter als vielen Menschen in meinem Umfeld?
Was haben mir nahestehende Menschen in der Vergangenheit öfter als Stärke gespiegelt?

Was hat mir früher in schwierigen Zeiten geholfen?

Denke darüber nach, wie du es in der Vergangenheit geschafft hast, herausfordernde Situationen zu bewältigen. Oft lassen sich darin innere oder äußere Ressourcen erkennen, die dir damals zur Verfügung standen.

Welche Menschen, Orte oder Tätigkeiten geben mir Energie?

Überlege, wo oder wodurch du generell Kraft tanken kannst. Das können Menschen oder Orte sein (äußere Ressourcen) oder bestimmte Tätigkeiten und Eigenschaften (innere Ressourcen).

Schreibe dir deine Antworten auf. Wenn du möchtest, kannst du sie anschließend in innere Ressourcen (zum Beispiel Humor oder Durchhaltevermögen) und äußere Ressourcen (zum Beispiel Freunde oder Natur) unterteilen. Manche Menschen gestalten diese Übersicht auch grafisch oder hängen sie an einen Ort, an dem sie regelmäßig daran erinnert werden.
Meiner Erfahrung nach kann dieses Bewusstwerden für manche Menschen wie ein Verstärker wirken: Ressourcen werden greifbarer und lassen sich im Alltag leichter erinnern und gezielt einsetzen.

Körperbasierte Ressourcen nutzen

ch erlebe häufig, dass Menschen über ihren Körper Einfluss auf ihr emotionales Befinden nehmen können. Das kann in beide Richtungen wirken: Körperliche Anspannung kann unangenehme Gefühlszustände verstärken, während bestimmte körperliche Veränderungen das Erleben auch beruhigen oder stabilisieren können.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, den Körper als Ressource zu nutzen. Häufig werden dabei zum Beispiel die Atmung oder die Körperhaltung einbezogen.

Manche Menschen erleben, dass eine bewusste Konzentration auf den Atem hilfreich ist, um sich zu beruhigen. Tief und langsam ein- und auszuatmen, besonders mit einer längeren Ausatmung, kann dabei unterstützen, kurzfristig wieder etwas mehr Ruhe zu finden.
(Wenn dich das interessiert, findest du dazu auch meinen Artikel „3 Tipps im Umgang mit abwertenden Gedanken“.)

Auch die Körperhaltung kann eine Rolle spielen. Wenn du zum Beispiel Motivation oder innere Stärke brauchst, könntest du dich fragen:
Wann war ich zuletzt motiviert?
Wie habe ich damals gestanden oder gesessen?
Wie war meine Atmung, meine Haltung?

Meiner Erfahrung nach kann es einen Unterschied machen, den Körper für etwa ein bis zwei Minuten bewusst in eine ähnliche Haltung zu bringen und zu beobachten, was sich verändert.

Dabei gilt: Das ist sehr individuell. Nicht alles hilft jedem Menschen gleich. Es geht darum, auszuprobieren, was für dich stimmig sein könnte.

Ressourcen weiterentwickeln und stärken

eben dem Bewusstmachen vorhandener Ressourcen kann es auch hilfreich sein, neue zu entwickeln oder schlummernde Anteile weiter zu entfalten.
Eine Methode, die ich selbst und in der Begleitung häufig nutze, arbeitet mit Vorstellungskraft:
Stell dir vor, du befindest dich drei bis fünf Jahre in der Zukunft und hast eine aktuelle Herausforderung bereits gut bewältigt.

Du kannst deinem „Zukunfts-Ich“ innerlich folgende Fragen stellen:
• Was ist an deinem Verhalten heute anders?
• Welche Fähigkeiten hast du entwickelt?
• Was hat dir auf diesem Weg geholfen?

Wenn du magst, notiere dir die Antworten und leite daraus kleine, realistische Schritte für den Alltag ab.
Meiner Erfahrung nach kann das Gehirn durch Vorstellung gut lernen, da innere Bilder für manche Menschen emotional ähnlich wirken können wie reale Erfahrungen.

Fazit – Drei Fragen zur Reflexion

• Welche Ressourcen fallen dir spontan ein, wenn du an Situationen denkst, die du gut bewältigt hast?
• Welche deiner inneren oder äußeren Kraftquellen nutzt du bereits bewusst und welche eher unbewusst?
• Welchen kleinen Schritt könntest du in nächster Zeit ausprobieren, um eine Ressource gezielter einzusetzen?

Du musst diesen Weg nicht alleine gehen

Manchmal braucht es einen Impuls von außen, um die eigenen Ressourcen wieder klarer zu sehen und neue Zugänge zu finden.
In meiner Begleitung schauen wir gemeinsam darauf, welche Stärken bereits vorhanden sind und wie sie im Alltag unterstützend wirken können. Schritt für Schritt, in deinem Tempo.

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