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Deine Gedanken und dein Selbstwert:

hängt das zusammen?

Kennst du das? Du bist nicht zufrieden mit deinem Handeln, du fragst dich, was anderen über dich denken? Du orientierst dich stark daran, wie andere dich wahrnehmen? Hinterfragst dich, ob du anders hättest handeln können? Vielleicht fühlst du dich von anderen „angeschaut“ und denkst, es müsse etwas Negatives sein?

In diesem Artikel möchte ich dir meine Sicht auf das Thema deine Gedanken und dein Selbstwert näherbringen.
Der Selbstwert, den wir fühlen, bezeichnet den Wert, den wir uns selbst geben. Er entsteht durch viele Einflüsse. Zum Beispiel durch frühere Erfahrungen, Beziehungen oder erlernte Muster. Unsere Gedanken sind nur ein Teil davon, aber dieser Teil kann beeinflussen, wie wir Situationen interpretieren, welche Bedeutung wir ihnen geben und wie wir uns im Vergleich zu anderen sehen.

Möchte du mehr zum Thema Vergleich lesen dann schau hier vorbei: Vergleiche und was sie in dir auslösen

Wie können unsere Gedanken unseren Selbstwert beeinflussen?

Aus meiner Sicht ist es wahrscheinlich, dass die ersten Gedanken mit der Zeit das Selbstbild und den Selbstwert reduzieren. Die zweite Variante könnte ihn sogar stärken oder zumindest halten.

Ich möchte dir das anhand eines einfachen Beispiels zeigen:
Du kommst in einen Raum, und fremde Menschen schauen dich an.

Es könnten sofort Gedanken auftauchen wie:
• „Warum starren die mich an?“
• „Mit mir stimmt etwas nicht.“
• „Die finden mich bestimmt unattraktiv …“

Genauso möglich wären aber Gedanken wie:
• „Vielleicht finden sie mich interessant.“
• „Sie suchen vielleicht Kontakt.“
• „Vielleicht mögen sie mein Auftreten.“

Beide Varianten sind Interpretationen derselben Situation – und jede von ihnen wirkt anders auf den Selbstwert.
Aus meiner Sicht ist es naheliegend, dass die erste Art von Gedanken den Selbstwert über die Zeit schwächt, während die zweite ihn zumindest stabil halten oder sogar stärken kann.

Wie Gedanken unsere Gefühle beeinflussen können

Unsere Gedanken entstehen oft sehr schnell und automatisch und sie lösen in der Regel unmittelbar eine emotionale Reaktion aus. Wenn du in einer Situation zum Beispiel denkst: „Die schauen bestimmt negativ auf mich“, kann das meiner Erfahrung nach Scham, Unsicherheit oder Anspannung auslösen. Denkst du hingegen: „Vielleicht sind sie einfach nur neugierig oder freundlich“, entsteht eher Ruhe oder Gelassenheit.
Das bedeutet: Nicht die Situation selbst erzeugt das Gefühl, sondern die Bewertung der Situation.

Ich erlebe Häufig wie unsere innere Interpretation damit wie ein Filter wirkt, der beeinflusst, wie wir uns fühlen und wie wir anschließend handeln. Mit einer freundlicheren oder neutraleren Bewertung können wir daher häufig auch unsere emotionalen Reaktionen beruhigen, ohne uns etwas „vorzumachen“, sondern indem wir verschiedene Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Aber ist das nicht Selbsttäuschung?

Vielleicht fragst du dich jetzt: Verarsche ich mich da nicht selbst? Was, wenn die Menschen in Wirklichkeit schlecht von mir denken?

Aus meiner Sicht lautet die entscheidende Frage:
Kannst du wirklich wissen, was andere denken?

Wenn wir das prüfen, bleiben aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten:

• Wir fragen die Person direkt (was die meisten von uns in solchen Momenten eher nicht tun), und selbst dann könnte sie lügen.

• Oder wir wissen es eben nicht und das, was wir wahrnehmen, ist unsere eigene Interpretation.

    Ich erlebe häufig wie Menschen in einen Kreislauf geraten oder sich in diesem befinden:
    Unsere Gedanken beeinflussen unser Selbstwertgefühl und unser Selbstwertgefühl beeinflusst wiederum unsere Gedanken.
    Wichtig ist meiner Erfahrung nach zu verstehen, dass Gedanken und Interpretationen oft sehr schnell und automatisch ablaufen. Du denkst sie nicht absichtlich, sie entstehen aus Gewohnheit, alten Mustern oder Verunsicherung. Und genau diese automatischen Muster können sich wiederum auf den Selbstwert auswirken, ohne dass wir es bewusst merken.

    Was kannst du tun?

    Ein erster Schritt kann meiner Erfahtrung nach sein, die eigenen Gedanken bewusster wahrzunehmen und zu hinterfragen, ohne sie sofort verändern zu wollen.

    Zum Beispiel:
    • Weiß ich wirklich, was die anderen denken?
    • Gibt es auch eine neutrale oder positive alternative Interpretation?

    Ich erlebe häufig, dass allein diese Reflexion bereits dazu beitragen kann, aus automatischen Gedankenmustern auszusteigen.
    Im nächsten Artikel findest du weitere Impulse, die dich darin unterstützen können, einen hilfreichen Umgang mit deinen Gedanken und deinem Selbstwert zu entwickeln.

    Fazit – Drei Fragen an dich

    Welche Gedanken tauchen bei dir besonders häufig in sozialen Situationen auf?

    Wie sicher kannst du dir wirklich sein, dass deine Interpretation über andere Menschen stimmt?

    Welche alternative, vielleicht freundlichere, Deutung könntest du beim nächsten Mal ausprobieren?

    Du musst da nicht alleine durch

    Manchmal braucht es einen kleinen Impuls von außen, um eingefahrene Gedankenmuster zu erkennen und neue Wege zu entwickeln.
    In meiner Begleitung schauen wir gemeinsam darauf, was dir gut tut und welche Veränderungen für dich realistisch sind – Schritt für Schritt, in deinem Tempo.
    Wenn du dir Unterstützung wünschst, melde dich gerne bei mir für ein persönliches Gespräch.

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