Kennst du das auch? Es war wieder ein anstrengender Tag, du hattest viel Stress, auf der Arbeit ging es drunter und drüber, die Kinder waren fordernd, der Partner genervt und du merkst, dass dich selbst Kleinigkeiten schneller aus der Fassung bringen als sonst? Manchmal ist einfach alles zu viel.
Vielleicht hast du dich schon gefragt, warum du an manchen Tagen mit denselben Situationen gelassener umgehen kannst als an anderen. Hierbei handelt es sich häufig um ein Anzeichen dafür, dass deine Resilienz, also deine innere Widerstandskraft, an ihre Grenzen gekommen ist. Die Ressourcen sind aufgebraucht, und der „Schutzschild“ gegen äußere Belastungen wird dünner.
In diesem Artikel möchte ich dir meine Sicht und meine Erfahrungen aus der Praxis zum Thema Resilienz näherbringen.
Was bedeutet Resilienz eigentlich?
In diesem Zusammenhang beschreibt Resilienz die psychische Widerstandskraft eines Menschen, also seine Fähigkeit, sich an belastende Situationen anzupassen und sie zu bewältigen, ohne dabei langfristig aus dem Gleichgewicht zu geraten. Man könnte sagen: Resilienz ist dein inneres Schutzsystem, das dich unterstützt, auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben.
Resilienz bedeutet dabei nicht, nie Stress zu haben oder immer stark zu sein.
Vielmehr geht es darum, nach Belastungen wieder ins innere Gleichgewicht zu finden und nicht in die Überlastung zu kommen.
Resilienz und Stress, wie hängt das zusammen?
Unser Umgang mit Stress, der Moment, in dem eine Herausforderung zur Belastung oder Überlastung wird, hängt meiner Erfahrung nach eng mit unserer Resilienz zusammen. Je stabiler wir innerlich sind, desto besser können wir auch mit äußeren Anforderungen umgehen. So kann etwa eine kurzfristige Mehrbelastung für die eine Person motivierend wirken, während sie für eine andere schnell zu Überforderung führt, je nachdem, wie stabil das innere Gleichgewicht gerade ist.
Ich erlebe in meiner Praxis häufig, dass Menschen mit einer gut entwickelten Resilienz Stresssituationen als Herausforderung statt als Überforderung wahrnehmen.
Sie können flexibler reagieren, weil sie auf innere und äußere Ressourcen zurückgreifen können. Solche Ressourcen zum Beispiel Selbstvertrauen, das Bewusstsein über die eigenen Stärken und Schwächen oder soziale Unterstützung sein.
Hilft eine höhere Resilienz beim Stressmanagement?
Resilienz kann uns dabei unterstützen, Belastungen bewusster zu verarbeiten, anstatt uns von ihnen überwältigen zu lassen.
Sie sorgt nicht dafür, dass Stress verschwindet aber sie verändert unseren Umgang mit ihm.
Ich erlebe in meiner Praxis oft, dass kleine Veränderungen im Alltag, wie zum Beispiel regelmäßige Pausen, bewusste Reflexion oder das Erkennen eigener Grenzen, bereits einen großen Unterschied machen können.
Diese Fähigkeiten lassen sich Schritt für Schritt trainieren oder bewusst fördern.
Resilienz bedeutet also auch, sich selbst gut zu kennen. Die eigenen Grenzen zu achten und Strategien zu entwickeln, um mit Belastungen bewusster umzugehen.
Im nächsten Beitrag zeige ich dir, welche kleinen Schritte du gehen kannst, um deine Resilienz gezielt zu stärken.
Hinweis aus meiner Praxis
Achte auf die kleinen Signale deines Körpers und deiner Gedanken: Unruhe, Gereiztheit, Schlafprobleme oder das Gefühl, ständig „unter Strom“ zu stehen, können meiner Erfahrung nach Hinweise darauf sein, dass deine Ressourcen erschöpft sind.
Ein bewusster Umgang mit deinen Kräften, regelmäßige Erholung und soziale Kontakte können helfen, dein inneres Gleichgewicht zu stabilisieren.
Wenn du das Gefühl hast dass deine Belastbarkeit immer wieder am Limit ist, kann meiner Erfahrung nach ein persönliches Gespräch dabei unterstützen, deine individuellen Stressmuster besser zu verstehen und neue Wege zu entwickeln, mit Herausforderungen umzugehen. Wenn du dir diese Unterstützung wünschst, vereinbare einfach hier einen Termin.
Kostenfreies telefonisches Erstgespräch
Wenn du mich und meine Arbeitsweise kennenlernen möchtest, kannst du hier ein unverbindliches und kostenloses, 15-minütiges, telefonisches Erstgespräch vereinbaren. Gemeinsam schauen wir, ob meine Begleitung zu dir und deiner Situation passt.
