Ich erlebe immer häufiger, dass die Lage in der Weltpolitik, wirtschaftliche Unsicherheiten und vor allem die zunehmende Gewalt viele Menschen stark beschäftigen. Und ich kenne das auch von mir selbst. Kein Tag ohne schlechte Nachrichten, überall scheinen Konflikte zu sein.
Menschen reagieren darauf sehr unterschiedlich: Manche bekommen Panik oder starke Angst, andere möchten sofort etwas tun, verfallen in Hilflosigkeit oder blenden das Thema lieber komplett aus. Plötzlich tauchen Fragen auf wie: „Was, wenn es auch hier Krieg geben könnte?“ oder „Was, wenn alles zusammenbricht?“ oder „Muss ich mich vorbereiten?“
Solche Gedanken können auch Ängste auslösen. Zum Beispiel Ängste vor der Zukunft, vor möglichen Bedrohungen oder auch Ängste um die Familie, um das Zuhause oder sogar um das eigene Leben.
Vielleicht kennst du das auch und fragst du dich jetzt: „Ja, und was kann ich konkret tun, wenn mich diese Angst packt?“
Dazu möchte ich dir in diesem Artikel 3 Tipps mitgeben, wie du meiner Erfahrung nach im Alltag besser mit solchen Ängsten umgehen kannst, ohne dich davon völlig vereinnahmen zu lassen. Am Ende des Textes gibt es noch einen kleinen Bonus, den du aktiv anwenden kannst.
1. Alltagsrituale bewahren und schöne Momente schaffen
Versuche, deine Angst erst einmal einzuordnen, indem du dir Fragen stellst wie: „Betrifft mich das gerade wirklich?“ oder „Welche Bedrohung ist im Moment tatsächlich real?“
Das kann helfen, einen klareren Blick zu bekommen und den eigenen Alltag weiterzuführen. Kleine, schöne Momente wirken dabei oft stabilisierend. Auch positive Erinnerungen oder Orte können dir Kraft geben. So setzt du bewusst ein Gegengewicht zu den belastenden Gedanken.
2. Bewusst mit Medien umgehen
Informiert zu sein ist gut, aber zu welchem Preis konsumierst du immer wieder Schreckensmeldungen? Viele Medien setzen bewusst auf plakative und emotionale Berichterstattung, weil negative Schlagzeilen mehr Aufmerksamkeit erzeugen. Drama und negative Nachrichten verkaufen sich einfach besser, da unsere Aufmerksamkeit evolutionär bedingt darauf anspringt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr entlastend sein kann, den Medienkonsum bewusst einzuschränken, Pausen einzulegen und zu prüfen: „Muss ich wirklich alles wissen?“, „Wann ist eine gute Tageszeit für mich, um mich zu informieren?“ oder „Welche Quellen tun mir gut, welche nicht?“
Etwas Abstand kann hier helfen, nicht immer tiefer in die Negativspirale hineingezogen zu werden.
3. Angst annehmen, statt sie wegzudrücken
Angst ist zunächst „nur“ ein Gefühl. Es geht nicht darum, die Situation schönzureden, sondern darum, sie in einem erträglichen Maß anzunehmen. Denn Abwehr und Unterdrückung von Gefühlen sind oft anstrengender als das Gefühl selbst.
Und bedenke, es ist in Ordnung, das Leben trotz dieser Themen weiterzuführen, sich schöne Momente zu erlauben und auch mal abzuschalten.
Atemübungen als Hilfe
Wie ich in anderen Beiträgen schon beschrieben habe, wirkt sich Angst auch körperlich aus, zum Beispiel durch eine flache Atmung oder einen schnelleren Puls. Atemübungen können meiner Erfahrung nach helfen, dem Körper bewusst Ruhe zu signalisieren.
Eine einfache Übung, die mir persönlich schon oft geholfen hat, ist die 4-7-8-Atmung:
• 4 Sekunden tief in den Bauch einatmen
• 7 Sekunden den Atem halten
• 8 Sekunden langsam ausatmen
Probiere es selbst einmal aus, wiederhole dies ein paar Mal und spüre, wie sich dein Körper beruhigt.
Du musst da nicht allein durch
Falls dir Atemübungen schwerfallen oder du dir Begleitung bei deinen Ängsten wünschst, können wir gemeinsam individuell passende Wege für dich finden.
Melde dich einfach hier bei mir, und wir schauen gemeinsam, was dir gut tun könnte.
Unverbindliches telefonisches Erstgespräch
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