Kennst du das? Du hast viele Aufgaben, Termine und Verpflichtungen und weißt gar nicht, wo du anfangen sollst.
Dein Kopf springt von einer Sache zur nächsten, die Gedanken kreisen nur noch um das, was alles noch zu tun ist.
Ich erlebe in meiner Praxis häufig, dass in solchen Momenten der Gedanke auftaucht: „Ich schaffe das nicht.“ Oder es entsteht der Impuls, immer schneller zu werden, um es doch noch zu schaffen, was meist nur zusätzlichen Stress erzeugt.
Die Situation wird innerlich als „zu viel“ bewertet und genau in dieser Bewertung liegt meiner Erfahrung nach häufig der eigentliche Stressauslöser.
Wie Stress durch unsere Bewertung entsteht
Stress entsteht meist nicht allein durch das, was geschieht, sondern durch die Bedeutung, die wir einer Situation geben.
Wir können dieselbe Situation als Herausforderung oder als Bedrohung empfinden und diese Bewertung entscheidet, ob wir Energie oder Anspannung spüren.
Wenn wir etwas als Bedrohung wahrnehmen, reagiert unser Körper automatisch: Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, Muskeln spannen sich an, der Körper bereitet sich auf „Kampf oder Flucht“ vor.
Bewerten wir dieselbe Situation hingegen als lösbar oder vorübergehend, beruhigt sich das System wieder schneller.
Ich erlebe oft, dass es hilfreich sein kann, die eigene Bewertung zu hinterfragen.
Frage dich:
• Was bedeutet das jetzt gerade für mich?
• Was kann ich im Moment konkret tun. Nicht morgen, nicht gestern, jetzt?
Dieser kleine Perspektivwechsel kann meiner Erfahrung nach bereits spürbar entlasten.
Gedanken zu Ende denken, statt sie kreisen zu lassen
Klienten berichten mir häufig, dass sich Stressgedanken im Kreis drehen, besonders dann, wenn etwas Ungewisses bevorsteht und die Angst, zu scheitern, immer größer wird.
Manchmal kann es meiner Erfahrung nach helfen, diese Gedanken einmal bewusst zu Ende zu denken:
• Was wäre wirklich, wenn ich es nicht schaffe?
• Was würde dann passieren? Und was könnte ich dann tun?
Oft zeigt sich, dass das befürchtete Ergebnis gar nicht so schlimm ist wie die Vorstellung davon.
Das Ungewisse macht uns häufig mehr Angst als die Realität selbst.
Schritt für Schritt statt alles auf einmal
Ich erlebe in meiner Praxis oft, wie sich die Perspektive verändert, wenn eine große Aufgabe in kleine, machbare Schritte geteilt wird.
Wenn Aufgaben einen festen Zeitpunkt bekommen, kann der Kopf zur Ruhe kommen.
Das Wissen ‚“Ich habe einen Plan“, kann meiner Erfahrung nach spürbar entlasten:
• Aufgaben in kleine Einheiten gliedern
• klare Zeiten oder Prioritäten festlegen
• nur eine Sache nach der anderen tun
Manchmal kann auch der Gedanke: „Das ist ein Thema von morgen, darum kümmere ich mich, wenn es so weit ist.“ etwas Entlastung bringen.
So bleibst du im Hier und Jetzt, statt dich ständig mit zukünftigen Problemen zu beschäftigen.
Im Moment bleiben und eigene Stärken wahrnehmen
Ich erlebe immer wieder, dass Achtsamkeit dabei helfen kann, Stress zu reduzieren.
Wenn du deine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment richtest, auf das, was du jetzt tun kannst, verliert die Zukunft etwas von ihrer Bedrohlichkeit.
Werde dir deiner eigenen Stärken bewusst:
• Was hast du in der Vergangenheit bereits gemeistert?
• Welche Fähigkeiten helfen dir, auch jetzt mit der Situation umzugehen?
Dieses Bewusstsein kann meiner Erfahrung nach das Vertrauen in dich selbst stärken und den Umgang mit Belastungen erleichtern.
Weiterführend: Selbstregulation verstehen
Wenn du verstehen möchtest, wie du deine innere Balance noch gezielter beeinflussen kannst, lies gern meinen Artikel zur Selbstregulation.
Dort zeige ich meine Erfahrungen, wie du lernen kannst, in stressigen Momenten bewusst innezuhalten und aktiv zu entscheiden, wie du reagieren möchtest, statt dich von Emotionen steuern zu lassen.
In meiner täglichen Arbeit sehe ich oft, dass Stress weniger mit äußeren Umständen, sondern mehr mit der inneren Haltung zu tun hat.
Wenn du beginnst, Situationen bewusst zu bewerten und kleine Schritte zu planen, kann das bereits spürbare Entlastung bringen.
Achte auf erste Anzeichen wie Unruhe, Anspannung oder Gedankenkreisen. Sie sind oft ein Signal, kurz innezuhalten und dich auf den Moment zu besinnen.
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